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2008.01.23
Die Caritas leistet Nothilfe in Kenia

Die Unruhen in Kenia als Folge der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mwai Kibaki am 27. Dezember, haben bisher über 650 Tote gefordert. Tausende sind verletzt, rund 255.000 Menschen auf der Flucht. Viele Häuser wurden niedergebrannt oder geplündert. Allein im Rift Valley, Kenias größter Provinz im Osten des Landes, benötigen 180.000 Menschen sofort humanitäre Hilfe. In den kommenden drei Monaten werden weitere geschätzte 250.000 Menschen Nothilfe brauchen. Kenias Bischöfe haben alle Beteiligten an dem Konflikt zu Frieden und zum Dialog aufgerufen.

„Die Mehrheit der Menschen hat nicht genug zu essen“, berichtet der Krisen-Koordinator der Caritas in Kenia, Stephen Kituku: „Die Betroffenen haben keine Unterkunft, viele schlafen in Kirchen oder Polizeistationen. Unablässiger Regen verschlimmert die Situation noch. Viele der Betroffenen sind Frauen und Kinder. Wir rufen alle politischen Parteien auf, zusammenzuarbeiten, um die Stabilität in der Region wiederherzustellen und Zugang zu Essen, sauberem Wasser und medizinischer Hilfe sicherzustellen. Unter diesen Bedingungen könnten zumindest jene Menschen nach Hause zurückkehren, deren Häuser nicht zerstört worden sind."

Die Katholische Kirche und die Caritas haben in vielen Regionen Kenias von Anfang an Nothilfe geleistet. So hat das Internationale Caritas-Netzwerk bereits Nahrung, Decken, Moskito-Netze, Kochutensilien und Plastikplanen für rund 50.000 Menschen in Bungoma, Eldoret, Kericho, Mombasa, Nairobi, Kitale und Nakuru verteilt. Künftig sollen 30.000 Menschen in den Provinzen Rift Valley, Western, Nyanza, Nairobi, Central und Coastal versorgt werden. Vor allem Menschen, die besonders dringend Hilfe brauchen, wie etwa schwangere Frauen und durch den HI-Virus geschwächte Menschen sollen so rasch wie möglich einen Zugang zu sauberer Nahrung und Wasser bekommen. Neben Notunterkünften werden Dinge wie Isoliermatten, Decken, Kleidung, Seife und Hygiene-Artikel für Frauen am Nötigsten gebraucht. Für Erwachsene und Kinder schafft die Caritas zudem Beratungseinrichtungen. MediatorInnen sollen zwischen den Gemeinden vermitteln.

Quelle: REUTERS, www.alertnet.org/Antony Njuguna


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