2008.01.27
490.000 Menschen in der Dritten Welt erreichte die österreichische Hilfsorganisation 'Licht für die Welt'
Österreichische Fachorganisation mit Bilanz über 2007 und Ausblick auf die Schwerpunkte 2008: Positive Entwicklung ermöglicht kontinuierlichen Ausbau der Hilfsprojekte zugunsten blinder und behinderter Menschen in der ,Dritten Welt’.
"Insgesamt 490.000 Menschen in der Dritten Welt erreichte unsere Hilfe im vergangenen Jahr", erklärt Rupert Roniger, Geschäftsführer von 'Licht für die Welt' anlässlich der Jahrespressekonferenz in Wien. Mehr als 120.000 Personen, Firmen und Institutionen haben im Jahr 2007 die Arbeit der österreichischen Fachorganisation (vormals Christoffel Blindenmission) unterstützt. Die Gesamterlöse des Vorjahres betragen 8,8 Millionen Euro (2006: 8,3 Mio.; d.h. eine Steigerung von 2006 auf 2007 um 5,8%). Darin enthalten sind knapp 1,1 Millionen Euro Projektförderung seitens der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Europäischen Union. Der Projektaufwand konnte um 6% gesteigert werden. In insgesamt 90 Hilfsprojekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa wurden 27.281 Operationen am Grauen Star durchgeführt und 13.072 behinderte Kinder gefördert.
Hauptproblem in Entwicklungsländern: eklatanter Mangel an Augenärzten OA Dr. Karl Rigal, Augenarzt am Wiener Hanuschkrankenhaus und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 'Licht für die Welt' erklärt die augenmedizinischen Zusammenhänge der Projektarbeit: "Das Hauptproblem in Entwicklungsländern ist der eklatante Mangel an augenmedizinischen Fachkräften. Besonders krass ist die Unterversorgung in ländlichen Gebieten. Um nachhaltige Hilfe gewährleisten zu können, müssen wir lokale Strukturen schaffen und unser augenmedizinisches Wissen und Operationstechniken an einheimische Fachkräfte weiterzugeben." Im vergangenen Jahr wurden Programme zur Ausbildung lokaler augenmedizinischer Fachkräfte sowie zur Blindheitsprävention in Afrika und Asien wesentlich ausgeweitet.
Bolivien: Österreichisches Hilfsprojekt zugunsten behinderter Kinder Beeindruckt von einem Sozialprojekt zugunsten behinderter Kinder in San Ignacio/Bolivien zeigt sich der vor kurzem vom Projekteinsatz zurückgekehrte Erico Zeyen, Geschäftsführer des Berufsbildungs- und Forschungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Wien und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 'Licht für die Welt': "Dieses Hilfsprojekt ist auf Initiative der Österreicherin Dr. Irmgard Prestel über Jahrzehnte mit den Menschen und den besonderen Bedürfnissen behinderter Kinder gewachsen und damit nachhaltig angelegt. Von orthopädischen Operationen und Physiotherapie bis hin zur Schulausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen reicht das Spektrum der Arbeit für mittlerweile mehr als 280 Kinder und Jugendliche im Einzugsgebiet von San Ignacio de Velasco."
Chris Lohner: Unermüdlicher Einsatz als Good Will Ambassador Chris Lohner ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Good Will Ambassador für 'Licht für die Welt' und unermüdlich auf Hilfseinsätzen in den Armutsgebieten unserer Erde unterwegs: "Mein Motto ist: Ich kann nicht die ganze Welt retten, aber ich kann helfen, Einzelschicksale zu erleichtern. Als Zeitzeugin der humanitären Arbeit von 'Licht für die Welt' darf ich immer wieder erleben, wie Menschen nach oft jahrelanger Blindheit vom Grauen Star geheilt werden oder behinderte Kinder nach Operationen und Mobilitätstraining die ersten Schritte in ein selbständiges Leben wagen. Die Freude und das Glück dieser Menschen sind für mich eine ganz starke Motivation, diesen Weg auch weiterhin zu gehen: Dort Hilfe zu leisten, wo Hilfe dringend nötig ist."
Ausblick auf 2008 Arbeitsschwerpunkte von ,Licht für die Welt’ im Jahr 2008 sind der Ausbau der Blindheitsverhütungsprogramme in Äthiopien, Nordostindien, Mosambik und im Südsudan. Im Mittelpunkt steht auch die Ausweitung der Rehabilitation und Förderung behinderter Kinder in Burkina Faso, Äthiopien und Papua Neuguinea sowie die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. "Den Kreislauf von Armut und Ausgrenzung zu durchbrechen und damit behinderten Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben, ist unser Auftrag und die Herausforderung, der wir uns Tag für Tag stellen", ergänzt Roniger. Und schließlich: Im Herbst dieses Jahres feiert 'Licht für die Welt' das 20-jährige Jubiläum als österreichische Hilfsorganisation.
Bereits 30 Spendeneuro an 'Licht für die Welt' ermöglichen eine Operation am Grauen Star, mit 25 Euro pro Monat fördern Sie ein behindertes Kind!
Quelle: www.ots.at
|